Im Jahr 2013 entstand beim Heimatsportverein die Idee, dass nicht mehr jeder der zehn Vereine und Gruppierungen im 300-Seelenort Birnfeld eine eigene Weihnachtsfeier für seine Mitglieder anbietet, sondern dass man die Feier gemeinsam durchführen könnte. Die neugestaltete Ortsmitte bot sich als Festplatz an, die Kirchentreppe als Bühne. Jeder Verein steuerte sein Know-how bei und stellte Helfer. Die Anwohner sorgten mit der entsprechenden Beleuchtung für ein glanzvolles Ambiente. Diese gemeinsame Aktion war so erfolgreich, dass sie seitdem jedes Jahr am vierten Adventssamstag stattfindet. Das angebotene Konzept entwickelte sich schnell zum Geheimtipp und zieht stets viele Besucher an. Auch in diesem Jahr, bei der inzwischen 11. Dorfweihnacht, konnte ein schönes Rahmenprogramm geboten werden: Die Eröffnung durch den 1. Bürgermeister Friedel Heckenlauer wurde von der Chorgemeinschaft Aidhausen-Birnfeld-Nassach umrahmt. In der Kirche St. Michael lud das Kammerholz-Ensemble zum Zuhören, und Kerstin Sauer mit ihrer Gitarre und dem Kinderchor zum Mitsingen ein. Die Jugendvorstandschaft des HSV hatte mit den Kindern ein Krippenspiel geprobt, das zur Aufführung kam. Auch schauten der Nikolaus und das Christkind vorbei und verteilten Geschenke. Mit weihnachtlichen Klängen beschallten die König-Ludwig-Band aus Oberlauringen und die Birnfelder Blaskapelle den Dorfplatz, wo sich die vielen Besucher um die Feueröfen verteilt hatten. Unter den zahlreichen Gästen waren auch Landrat Florian Töpper und die Kreisrätinnen Gabriele Jakob und Barbara Göpfert zu entdecken, die mit ihrer Anwesenheit ihre Wertschätzung für das ehrenamtliche Engagement im Dorf zum Ausdruck brachten. Das kulinarische Angebot stammt überwiegend aus heimischen Produkten, wobei die selbstgemachte Kartoffelsuppe, die Feuerzangenbowle und die vielfältigen Liköre der absolute Renner sind. In der kleinen Weihnachtsbäckerei konnten sich die Kinder beschäftigen und Lebkuchen backen. Verkaufsstände für Waren findet man bei der Dorfweihnacht nicht, denn diese „Dorfweihnacht“ soll vor allem ein Ort der Begegnung sein und Menschen aus Nah und Fern friedlich auf das Weihnachtsfest einstimmen. Es ist also kein Wunder, wenn sich Beate aus München und Claudia aus Oldenburg einig sind, die beide zum ersten Mal die Dorfweihnacht besucht haben: Wir kommen nächstes Jahr wieder!

Foto Monika Erhard, Link zu den Fotos von Alfred Lamprecht https://drive.google.com/drive/folders/1RNreD5EWmItb9xaOPxTKBzAYnycAbsKG?usp=drive_link